Briefpapier

Wahlkampf für 5-Jährige

admin 9. September 2009

Ein Zirkus ist in der Stadt.

Nein, ich meine nicht den Wahlzirkus, sondern einen “echten” - mit Manege, Tigern und Clowns. Mit ihren scharfen Adleraugen hat meine Tochter die Plakate sofort erspäht. Ich natürlich nicht, denn da momentan ohnehin jede verfügbare Fläche mit Wahlplakaten zugestellt ist, werden Plakate (egal welcher Art) von mir momentan mental “ausgeblendet”.

Natürlich will das kleine Wesen nun aber auch noch von mir wissen, was all die anderen, deutlich langweiliger gestalteten Plakate ohne Tiger und Clowns denn zu bedeuten hätten. Und ich bemühe mich ihr verständlich zu machen, dass demnächst eine Wahl ist. Dass man da Parteien wählen kann und dass es davon unterschiedliche gibt. Natürlich ist ihr diese Information nicht genug, und sie will noch wissen, was für welche es den gäbe.

Also versuche ich so gut wie möglich ein paar Parteiziele in die Sprache einer 5-Jährigen zu “übersetzen” und erzähle ihr, dass es z.B. eine gibt, die möchte, dass Firmen besser arbeiten können, während eine andere den reichen Menschen das Geld wegnehmen will, und es den Armen geben möchte.

“Und dieses?” fragt sie, und zeigt auf ein langweilig-blaues Wahlplakat der CDU, auf welchem nur der Slogan “Sicher Leben” prangt.

Diese - äh, äh, ähm… - wie erklärt man einem 5-jährigen Kind den Begriff “konservativ” am besten? “Diese” sage ich “diese sind für Leute, die wollen, dass alles so bleibt, wie es ist.”

“Aber Mama” sagt mein Kind da ” es kann doch nicht alles so bleiben wie es ist. Alles ändert sich. Die Häuser ändern sich, die Strassen,…. - das geht doch gar nicht! ”

Tja, was soll man da noch dazu sagen. Das sind weise Worte, für so ein kleines Kind. Da wünscht man sich, dass das die Politik auch schon verstanden hat.

Und sie setzt noch nach:

“Und wann gehen wir dann in den Zirkus?”

Hmmm. Am 27.09.2009 dachte ich - oder? Ach so, der mit den Tigern…. ja , also da muss ich nochmal nachschauen….

Leckerer Oolong Tee

admin 2. Juli 2009

Ich hatte es ja bisher noch nicht geschafft, mal einen wirklich leckeren grünen Tee in Deutschland zu kaufen. Die normalen Sorten waren immer entweder zu bitter, zu stark oder nur klein gehäckselter Schrott… Jetzt habe ich durch Zufall mal einen wirklich trinkbaren Oolong Tee gefunden. Gut - zugegeben - der ist teilfermentiert also kein hunderprozentiger “grüner” Tee, sondern irgendwie eine Zwischenstufe.

Aber: wirklich mal eine bemerkenswerte Qualität. Der Tee - verpackt in einer silbernen Metalldose - macht schon beim ersten Öffnen einen guten Eindruck. Der Metall- Zylinder enthält relativ große, leicht zusammengeknautschte Teeblätter und nicht die oft üblichen undefinierbaren Bröckchen. Auch das Aroma beim ersten hineinschnuppern ist angenehm, leicht süsslich - und charakteristisch nach Tee. Auch die metallene Verpackung stört den ersten Eindruck nicht durch Eigengerüche oder Ähnliches.

Also erstmal eine Portion ( das ist so nach Gefühl eine kleine Menge, die zwischen die Fingerspitzen von drei Fingern passt) in eine größere Tasse ( Modell “Büro-Kaffeetasse” ;-) ) und dann nach der neuzeitlichen chinesischen Teezeremonie zubereitet. Also sprich: direkt in der Tasse mit heißem Wasser aufgießen - denn für umständliche Zeremonien hat der neuzeitliche Chinese schließlich keine Zeit…

Schon nach kurzer Zeit entfalten sich die relativ unbeschädigten Teeblätter und verbreiten zart ihr Aroma mit dem typischen höchstens sanft bitteren und leicht süsslichen Nachgeschmack. Das ist für mich übrigens auch eines der entscheidenden Merkmale von gutem Tee: er wird mit längerer “Zieh”- Zeit stärker, aber nicht bitter!

Ergebnis: Lecker!

Zugegeben, in China habe ich natürlich schon besseren Oolong Tee bekommen - aber wir sind hier schließlich nicht in China. Und dafür muss ich sagen: es ist wirklich der beste Oolong Tee, den ich bisher in Deutschland bekommen konnte.

Und wie heißt nun das wunderbare Stöffchen?

Es ist der “King of Ti Kuan Yin” aus der Selection Gourmet (Finest Tea Selection), erhältlich über die Kaufhof Warenhaus AG.

Auf der Packung ist er wie folgt beschrieben:

Hocharomatischer, süß duftender und körperreicher Tee aus der Provinz Anxi. Eine der traditionsreichsten Tee- Spezialitäten Chinas ist der halbfermentierte Oolong-Tee. Sein Geheimnis ist, die Fermentation dann zu unterbinden, wenn der Blattkern noch nicht und der Blattrand voll fermentiert ist. Eine meisterhafte Komposition aus den feinsten chinesischen Oolong- Tees.

Das mit der “meisterhaften Komposition” kann ich nur unterstreichen. Ein Kauf, der sich für mich gelohnt hat…

Den Preis habe ich zwar momentan schon wieder vergessen - aber ich denke ich werde demnächst mal die anderen Tees der Reihe testen - dann trage ich den Preis noch nach.

Eil- Paket in die USA - mit Premium - Service…

admin 5. November 2008

Wie verschickt man ein Paket in die USA ? Am Besten gar nicht - oder mit dem Paketdienst!

Nachdem die telefonische Hotline von “UPS” (die übrigens sehr kompetent und freundlich ist…) mir einen Preis von so ungefähr 300 Euro ermittelt hatte, habe ich es dann doch mal mit unserem gelben ehemaligem Staatsunternehmen versucht.

Auch dort ist ein USA Paket mit 32 Euro alles andere als billig - im Vergleich zu der privaten Konkurrenz aber geradezu ein Schnäppchen. Da das gute Stück zu diesem (Billig-) Preis natürlich nicht bei Verlust versichert ist, kann man einen 16 Euro “Premium - Service” dazukaufen - der enthält eine Versicherung und dadurch beschleunigt sich dann auch noch die Transportzeit. Von normalerweise 10-12 Tagen auf turboschnelle 6 Tage .

Gesagt getan, nach Ausfüllen der umfangreichen Informationen, die der Paketaufkleber verlangt, habe ich also ein 48 Euro teures Paket mit Premium - Service am 9.10. bei der Postfiliale meines Vertrauens aufgegeben.

Dann hieß es warten - denn leider war bei dieser Versandart das Online - Tracking nicht wirklich aussagekräftig. Bis auf den Fakt, dass mein Paket am 11.10. das Land verlassen hatte, ließ es sich keine weiteren Informationen entlocken.

Nachdem dann mehrere Wochen später aber immer noch nichts angekommen war, habe ich am 29.10. dann doch mal die Hotline angerufen. ( Zu meiner positiven Überraschung ist diese keine 0900- Nummer und man erreicht trotzdem jemanden). Interessanterweise hatte meine Gesprächspartnerin dann nicht nur Ahnung von der Materie, sondern offenbar auch mehr interne Infos über den Status des Paketes, als sie das Online - Tracking ausspuckte. So erfuhr ich, dass das gute Stück an diesem Tag zugestellt werden sollte.

Bei meiner Frage, warum die Sendungszeit von den eigentlich gekauften 6 Tagen auf mehr als das 3 1/2 - fache angewachsen war, konnte sie mir auch nichts sagen - notierte sich allerdings meine Beschwerde , denn ich wollte ja zumindest versuchen, den 16 Euro Premium Zuschlag wieder zu bekommen. Wo das Paket ja immerhin doppelt solang unterwegs war, wie ein Nicht-Premium-Standard-Paket…

Und schon wenige Tage später wurde meine Beschwerde dann sogar beantwortet. Per Post - und sogar von einem echten Menschen (auch wenn es vom Wortlaut her auch ein Computer- Standardschreiben hätte sein können). Ich zitiere mal daraus:

“… es tut uns leid, dass Sie Anlass hatten, mit unseren Dienstleistungen unzufrieden zu sein.”

Na ja, immerhin…

“Die von uns angegebenen Sendungslaufzeiten beruhen auf langjährigen Erfahrungswerden und werden durch regelmäßige Kontrollen bestätigt. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Zeiten jedoch keine verbindlichen Lieferfristen darstellen und wir letztlich keine Garantie für deren Einhaltung gewähren können. Der Transport einer Sendung ist leider nicht frei von äußeren Einflüssen, die unter Umständen zu Abweichungen von der Regellaufzeit führen. Wir bitten um Ihre Verständnis und würden uns freuen, sie bald wieder zu unseren zufriedenen Kunden zählen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

…”

Tja, und das wars. Recht nichtssagend, finde ich. Und auch keinerlei Erkärung, wieso es ausgerechnet ein Premium Paket mit angeblich bevorzugter Beförderungart nicht geschafft hat, die Regellaufzeit der Standardpakete zu erreichen.

Ist halt ziemlich blöd für den Kunden, dass man ja quasi keine Chance hat, zu prüfen, ob das Paket tatsächlich bevorzugt befördert wurde - oder doch nur ganz normal, so wie eben alle anderen Pakete auch. Wobei…. bei einer Beförderungsdauer von insgesamt 20 Tagen ist ja eigentlich schon davon auszugehen, dass die Beförderung nicht allzu bevorzugt gewesen sein kann.

Nun - es lohnt wohl nicht mit einem so großen Unternehmen zu streiten - und die 16 Euro sind mir den Aufwand auch nicht wert, nochmal an den Verfasser des Schreibens zu schreiben. Der sogar seine E-Mail Adresse und eine 01805 - Nummer mit angegeben hatte (ob man ihn da wohl direkt erreicht ???). Da schreibe ich lieber hier…

Mein Fazit zu der Sache: Durchwachsen. Der Drumherum - Service ist teilweise echt ok - wenn jetzt noch die Hauptleistung ( = Lieferung des Paketes in wenigstens halbwegs der bestellten Zeit) gestimmt hätte, dann wäre ich jetzt vermutlich recht zufrieden damit.

So bleibt ein Gefühl von “ich werde sicher wieder zu euren Kunden gehören, denn ihr seid einfach oft recht günstig - aber zufrieden bin ich nicht”.

So - und nun Punkt drunter und das Thema abhaken - die Große Gelbe Firma hat es sicher auch schon längst getan.